Das Samburu National Reserve liegt im nördlichen Teil Kenias, in der Samburu-County und zählt zu den weniger bekannten, dafür umso faszinierenderen Safari-Destinationen des Landes. Am Ufer des Ewaso Ng’iro-Flusses gelegen – einer lebenswichtigen Wasserquelle für die hier beheimatete Tierwelt – erstreckt sich das Reservat über rund 165 Quadratkilometer. Es bildet zusammen mit dem angrenzenden Buffalo Springs und dem Shaba National Reserve ein größeres, zusammenhängendes Ökosystem.
Beste Reisezeit: Tierbeobachtung in der Trockenzeit
Die Monate von Juni bis Oktober gelten als die beste Zeit für einen Besuch im Samburu National Reserve. Dies ist die Trockenzeit mit geringer Luftfeuchtigkeit und kaum Niederschlägen. Da sich die Vegetation in dieser Zeit lichtet, bieten sich ideale Bedingungen für Tierbeobachtungen – insbesondere an den Wasserlöchern, wo sich zahlreiche Tiere versammeln.
Anreise nach Samburu
Die Entfernung zwischen Nairobi und dem Samburu National Reserve beträgt etwa 350 bis 400 Kilometer. Mit dem Auto dauert die Fahrt – abhängig von den Straßenverhältnissen – bis zu 7 Stunden. Eine komfortablere und schnellere Alternative ist ein Inlandsflug, der Sie direkt in die Nähe des Reservats bringt und somit wertvolle Urlaubszeit spart.

Tierwelt im Samburu National Reserve – Kenias einzigartige Wildnis erleben
Das Samburu-Nationalreservat beeindruckt nicht nur durch seine landschaftliche Vielfalt – von Savannengrasland über Akazienwälder bis hin zu Flusswäldern – sondern vor allem durch seine außergewöhnliche Tierwelt. Besucher können hier eine Vielzahl ikonischer afrikanischer Tiere beobachten, darunter:
- Elefanten
- Löwen, Leoparden und Geparden
- Giraffen und Zebras
- Büffel und zahlreiche Antilopenarten
Doch was Samburu wirklich besonders macht, ist die Chance, seltene und endemische Arten zu entdecken, die nur in wenigen Regionen Ostafrikas vorkommen:
Netzgiraffe (Reticulated Giraffe)
Auch bekannt als Somali-Giraffe, ist sie leicht an ihrem auffälligen Fellmuster zu erkennen: große, polygonale Flecken, die von einem Netzwerk weißer Linien durchzogen sind. Diese Giraffenart ernährt sich hauptsächlich von Akazienblättern und nutzt ihren langen Hals, um an hochgelegene Zweige zu gelangen. Ihr elegantes Erscheinungsbild macht sie zu einem Höhepunkt jeder Safari.
Grevyzebra (Grevy’s Zebra)
Das größte und zugleich am stärksten gefährdete Zebrapferd. Im Vergleich zu anderen Zebraarten besitzt das Grevyzebra schmalere, eng beieinanderliegende Streifen sowie auffallend große Ohren. Es lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen und zeigt ein anderes Sozialverhalten als andere Zebras. Auch das Fortpflanzungsverhalten unterscheidet sich deutlich.
Somali-Strauß (Somali Ostrich)
Diese Unterart des afrikanischen Straußes fällt durch ihre dunklere Färbung sowie graublau gefärbte Haut an Hals und Beinen auf. Der Somali-Strauß ist im Horn von Afrika beheimatet, sein Bestand gilt jedoch aufgrund von Lebensraumverlust, Bejagung und Eiersammlung als rückläufig. In Schutzgebieten wie Samburu ist er noch relativ gut vertreten.

Aktivitäten im Samburu-Nationalreservat – Natur, Kultur und Safari pur
Das Samburu-Nationalreservat bietet zahlreiche Möglichkeiten für Pirschfahrten, geführte Naturwanderungen und kulturelle Erlebnisse mit dem Volk der Samburu. Die Samburu sind Viehzüchter und bekannt für ihre auffällige Kleidung und ihre traditionelle Lebensweise.
Besucher haben die Gelegenheit, an Pirschfahrten teilzunehmen, bei denen sie die vielfältige Tierwelt des Reservats entdecken können. Geführte Naturwanderungen ermöglichen einen intensiveren Kontakt mit der Landschaft. Ein kulturelles Highlight ist der Besuch bei einer Samburu-Gemeinschaft. Die Samburu sprechen die gleichnamige Sprache, die zur ostkuschitischen Sprachfamilie innerhalb der afroasiatischen Sprachen gehört. Sie weist Ähnlichkeiten mit dem Maa der Maasai auf. Bei einem Besuch lernen Gäste mehr über die Bräuche, Rituale und den Alltag der Samburu kennen.

Die abgelegene Lage des Samburu-Nationalreservats und die im Vergleich zu den bekannteren Parks im Süden Kenias geringere Besucherzahl tragen zu seinem Ruf als unberührtes Wildnisgebiet bei.
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