Die natürliche Schönheit Kapstadts reicht weit über die beeindruckenden Landschaften hinaus und bietet eine faszinierende Tierwelt inmitten unterschiedlichster Lebensräume. Für Naturliebhaber hält die Stadt und ihre Umgebung eine außergewöhnliche Vielfalt an Wildlife-Erlebnissen bereit.
Entlang der Küste wachsen spezialisierte Pflanzenarten in den Dünenlandschaften, während Feuchtgebiete und Lagunen zahlreichen Wasservögeln Lebensraum bieten. Im Fynbos rund um Cape Point grasen Antilopen vor einer spektakulären Küstenkulisse, und auch die malerischen Cape Winelands ziehen eine große Vielfalt an Vogelarten an.
Von Pinguinen und Pavianen bis hin zu Antilopen, Ottern und Greifvögeln – rund um Kapstadt wartet eine beeindruckende Tierwelt darauf, entdeckt zu werden.
Welche Wildtiere gibt es in Kapstadt?
Paviane
Paviane kann man in und um Kapstadt häufig sehen, besonders rund um den Tafelberg und auf der Kap-Halbinsel. Sie gehören zu den bekanntesten Wildtieren der Region und begegnen Besuchern oft entlang von Straßen, Wanderwegen oder Aussichtspunkten.
Grundsätzlich sind Paviane nicht aggressiv. Wenn sie Menschen jedoch mit Essen verbinden, können sie schnell sehr frech und aufdringlich werden. Deshalb sollte man sie niemals füttern und Lebensmittel immer gut verstauen.
In Kapstadt lebt vor allem der Bärenpavian, auch Chakma-Pavian genannt (Papio ursinus). Diese Pavianart hat sich an ganz unterschiedliche Lebensräume angepasst – von Küstenregionen über Berge bis hin zur Savanne. Paviane sind außerdem opportunistische Allesfresser und ernähren sich nicht nur von Pflanzen, sondern manchmal auch von kleinen Tieren wie Vögeln oder Mäusen.

Karakal
Der Karakal, auch als Afrikanischer Luchs bekannt, ist eine mittelgroße Wildkatze mit auffälligen Ohrpinseln und rötlich-braunem Fell. Rund um Kapstadt lebt er vor allem in Naturreservaten und abgelegenen Gebieten mit Fynbos, Bergen oder Buschlandschaften. Da Karakale sehr scheu und meist nachtaktiv sind, bekommt man sie nur selten zu Gesicht.
Karakale sind anpassungsfähige Jäger und kommen mit unterschiedlichsten Lebensräumen gut zurecht. Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen bis mittelgroßen Tieren wie Nagern, Hasen und anderen Kleinsäugern. Auch Vögel stehen häufig auf ihrem Speiseplan, darunter Perlhühner, Frankoline und andere bodenlebende Vogelarten. Karakale sind außerdem für ihre beeindruckende Sprungkraft beim Jagen bekannt.

Afrikanischer Kap-Krallenotter
Der Kapotter, auch Kap-Krallenotter genannt, ist ein semi-aquatisches Säugetier mit glattem, dunkelbraunem Fell und auffälligen Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Anders als viele andere Otterarten besitzt er keine ausgeprägten Krallen, was ihm auch seinen Namen gibt.
Rund um Kapstadt lebt der Kapotter vor allem in Flüssen, Feuchtgebieten, Lagunen und entlang der Küste. Obwohl sie ausgezeichnete Schwimmer und geschickte Jäger sind, bekommt man sie meist nur mit etwas Glück zu sehen.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen, aber auch Krabben, Flusskrebsen und anderen kleinen Wassertieren stehen auf dem Speiseplan.

Afrikanischer Pinguin
Die Afrikanischen Pinguine, auch Brillenpinguine genannt, haben Boulders Beach zu einem ihrer bekanntesten Lebensräume gemacht. Ihren englischen Spitznamen „Jackass Penguin“ verdanken sie ihrem lauten Ruf, der an das Schreien eines Esels erinnert.
Die Brutzeit erreicht meist zwischen März und Mai ihren Höhepunkt. In dieser Zeit kann man beobachten, wie Pinguinpaare ihre Jungen versorgen oder sich gegenseitig bei der Brutpflege abwechseln.
Besucher von Boulders Beach können die Pinguine aus nächster Nähe erleben – oft nur wenige Meter entfernt. Trotzdem sollte man ausreichend Abstand halten und die Tiere nicht stören.

Antilopen
- Elands sind die größten Antilopen der Welt und leicht an ihrem sandfarbenen Fell sowie den spiralförmigen Hörnern zu erkennen. Sie sind sehr anpassungsfähig und kommen in unterschiedlichsten Landschaften vor – von Grasland bis hin zu bergigen Regionen. Rund um Kapstadt können sie unter anderem im Table Mountain National Park und in den Cape Winelands gesichtet werden.
- Bonteböcke sind mittelgroße Antilopen mit rotbraunem Fell und auffälligen weißen Gesichtszeichnungen. Ihre Hörner sind lyraförmig und nach hinten gebogen. Bonteböcke leben hauptsächlich in offenen Graslandschaften, aber auch im Fynbos und entlang der Küstenebenen der Kapregion.
- Graurehböcke sind kleine bis mittelgroße Antilopen mit graubraunem Fell und langen, geraden Hörnern. Sie bevorzugen bergige Landschaften und werden häufig in den höheren Regionen der Kapberge gesehen.
- Springböcke erkennt man an ihrem hellbraunen bis rötlichen Fell, dem weißen Bauch und Gesicht sowie der markanten dunklen Linie entlang der Körperseiten. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen Hörner, wobei die Hörner der Böcke meist dicker und kräftiger sind.
- Steinböcke sind kleine Antilopen mit rötlich-braunem Fell und auffälligen Gesichtszeichnungen. Die Männchen tragen gerade, schlanke Hörner. Man findet sie vor allem in Savannen, Graslandschaften und offenen Buschgebieten.

Dassie
Der Klippschliefer, auch Dassie genannt (Procavia capensis), ist eines der bekanntesten kleinen Wildtiere rund um Kapstadt. Obwohl er ein wenig wie ein großes Nagetier aussieht, ist er tatsächlich näher mit Elefanten verwandt als mit Mäusen oder Ratten.
Dassies haben einen gedrungenen Körper, kurze Beine und kleine Ohren. Besonders auffällig sind ihre speziellen Fußballen mit gummiartiger Oberfläche, die ihnen perfekten Halt auf Felsen geben.
Man findet Klippschliefer häufig rund um den Table Mountain, am Cape of Good Hope sowie in anderen felsigen Gebieten entlang der Kapküste und in den Bergen.

Greifvögel
Greifvögel sind in und um Kapstadt weit verbreitet. Dazu gehören unter anderem Schreiseeadler, Sekretärvögel und verschiedene Falken- und Habichtarten. Man findet sie vor allem in Graslandschaften, Savannen und entlang der Küste.
Afrikanische Schreiseeadler halten sich meist in der Nähe von Wasserstellen auf, wo sie nach Fischen jagen. Ihr markanter Ruf gehört zu den bekanntesten Geräuschen des afrikanischen Buschs.




